Keck: Schmutziges Gewand der Kirche

- 14.03.2010  -  Generalvikar: Müssen und wollen Versagen eingestehen

Freiburg. "Das Erschrecken über das Fehlverhalten von Priestern und Ordensleuten durch sexuelle Übergriffe an Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Einrichtungen und Pfarreien, die zur Zeit bekannt werden", ist nach den Worten von Generalvikar Dr. Fridolin Keck (Freiburg) "für uns fast unerträglich - auch wenn sie zum größten Teil Jahrzehnte zurückliegen." In einem Gottesdienst am Sonntag (14.) im Freiburger Münster sagte Keck wörtlich: "Scham und Trauer wollen nicht enden."

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Foto: Foto: Christoph Hoppe / Erzbistum Freiburg
Generalvikar Dr. Fridolin Keck.
In dieser Scham und Trauer wisse sich das Erzbistuum Freiburg verbunden mit Papst Benedikt XVI., der beim Karfreitagskreuzweg 2005 betete: "Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die Christus ganz zugehören sollten? Das verschmutzte Gewand und Gesicht deiner Kirche erschüttert uns." Generalvikar Keck erklärte mit Blick auf die Fälle von sexuellen Missbrauch: "Wir müssen und wir wollen das Versagen eingestehen und gleichzeitig nach Wegen suchen, die zur Heilung führen - bei den Opfern, den Tätern und bei uns." Der Gottesdienst am vierten Fastensonntag ("Laetare") beginnt traditionell mit einem  "Freue dich, Stadt Jerusalem!" Diese Freude - so der Generalvikar der Erzdiözese Freiburg - bleibe "in diesem Jahr im Halse stecken". Wenn die Kirche das Versagen eingestehe und nach Wegen suche, die zur Heilung führen, brauche sie nicht zu verzweifeln: Denn in der "Stadt Jerusalem", die zur Freude aufgefordert werde, "sind all diejenigen zuhause, die auf Gott hören, die sein Wort als Maßstab für ihr Leben annehmen, alle, die bereit sind umzukehren, neu anzufangen und ihr Leben gottgefällig und menschenfreundlich zu gestalten."

rge